Typolexikon.de. Das Lexikon der westeuropaeischen Typographie. Herausgegeben von Wolfgang Beinert, Berlin. Online seit 2002. Nec scire fas est omnia.
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Axialsatz
Mittelachssatz, Zentrierter Satz

Typographischer Terminus für eine symmetrische [1], also gleichmäßige und spiegelbildliche Schriftsatzart, dessen Zeilenmitte exakt an der Mittelachse einer Seite bzw. einer Kolumne ausgerichtet ist. Etymologisch aus dem altgriechischen »axis« für »Achse«. Auch als »Mittelachssatz«, »Zentrierter Satz« oder »Gemittelter Satz« bezeichnet.

Axialer Satz findet insbesondere in der Buchgestaltung im Innentitel, im Schmutztitel, im Impressum, bei Headlines, bei Legenden, bei Marginalien, bei Bildunterschriften und als Kolumnenabschluß (Spitzsatz) Anwendung. Er wird auch gerne im Gedichtsatz sowie in der Werbe- und Gebrauchstypographie, beispielsweise bei Einladungskarten oder Brief- und Geschäftspapieren verwendet.

[1] »Symmetrisch« aus dem altgr. »symmetria« für »Ebenmaß« zu »symmetros« für »gleichmäßig«.

[T] Der Umbruch eines Axialsatzes muss immer handkorrigiert werden.
[T] Axialsatz ist für den Mengenschriftsatz ungeeignet.

Aufsatz zuletzt bearbeitet am 21.08.2006
von
Wolfgang Beinert

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Quelle: © Wolfgang Beinert, typolexikon.de, Das Lexikon der westeuropäischen Typographie.
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