Typolexikon.de : Das Lexikon der westeuropaeischen Typographie : Herausgegeben von Wolfgang Beinert, Berlin.
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Plakat
Bildplakat


Großformatiger Aushang im öffentlichen Raum; Bekanntmachung – meist werblicher Natur – an Wänden und Litfaßsäulen. Etymologisch von niederländisch » plakkaat « aus dem frz. » placard « zu » placa bzw. plaque « für » Platte, Täfelchen « aus » plaquer « für » mörteln, furnieren « aus » placken « für » ankleben, flicken «.

Das uns in der westlichen Welt bekannte Bildplakat entwickelte sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts aus den behördlichen » Textanschlägen «. Als eines der ersten Bildplakate von künstlerischem Rang gilt Fred Walkers » Woman in White « aus dem Jahre 1871. Das Bildplakat wurde im Zuge der Industrialisierung entwickelt, um den Absatz von Produkten zu fördern. Aus diesem neuen Werbemittel entwickelte sich im Zuge der Arbeiter- und Demokratiebewegungen mit Beginn des 20. Jahrhundert das » Politische Plakat «. Gleichzeitig entwickelte sich das » Künstlerplakat «.

Als Trägermaterialien dienen bis heute in der Regel Papiere oder Kunststoffe, welche in unterschiedlichen Druckverfahren (z.B. Offset-, Sieb- oder Tintenstrahldruck etc.) bedruckt werden. Im materiellen Schriftsatz wurden dafür spezielle Plakatschriften verwendet, die oberhalb der Schaugrößen, also ab dem Mittel 4 Cicero bzw. Konkordanz (ab 48 Didot-Punkt) als Plakatgrößen bzw. im optomechanischen Schriftsatz (Fotosatz) als Display-Schriften bezeichnet wurden.

Aufsatz zuletzt bearbeitet am 11.01.2007
von
Wolfgang Beinert




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Quelle: © Wolfgang Beinert, Typolexikon.de, Das Lexikon der westeuropäischen Typographie
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