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Sakkaden
Saccaden
Eine von drei Aktivitäten der Augenbewegungsmuster beim Lesen einer Wortsprache; Vorwärtssprünge des Auges während des Lesens einer Wortsprache zu einem folgenden Textabschnitt; (lat. »ruck-, stoßartig«). Weitere Augenbewegungsmuster beim Lesen sind die Fixationen und die Regressionen, auch Regressionssakkaden genannt.
Sakkaden sind im Vergleich zu den Fixationen ein relativ kurzer visueller Prozess beim Lesen einer Schrift. Eine Informationsaufnahme während des Sakkadenprozesses findet nicht statt, sondern nur während der Fixationen. Sakkaden können, je nach Lesekompetenz, eine unterschiedliche Länge besitzen. Acht bis neun Buchstaben von einer Fixation zur nächsten werden in der Leseforschung als ein Normalwert angesehen. Die Sakkaden werden bei zunehmender Textschwierigkeit kürzer, während die Fixationen und Regressionen merklich zunehmen.
[T] Nicht nur die mikrotypographische Aufbereitung eines Textes, also Schriftwahl, Schriftgrad etc., haben Einfluß auf die optimale Lesbarkeit eines Textes, sondern auch die Oculomotorik, die Textschwierigkeit und die Lesekompetenz.
[L] Just and Carpenter, 1987. The Psychology of Reading an Language Comprehension.
[L] Weingarten, Rüdiger, 2000. Visuelle und phonologische Prozesse beim Lesen, Universität Osnabrück.
[L] Birch, Pollatsek und Kingston, 1998. The nature of sound code accessed by visual language.
Aufsatz zuletzt bearbeitet am 10.03.2011
von Wolfgang Beinert
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