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Barrierefreie Typografie hat zum Ziel, die Erkennbarkeit, Lesbarkeit und Verständlichkeit textbasierter Informationen zu gewährleisten. Gleichzeitig ist der Begriff »barrierefreie Typografie« bisher weder klar noch eindeutig definiert.

Barrierefreie Typografie

Barrierefreie Typografie bezeichnet die typografische Gestaltung von Schriftzeichen, Wörtern und Texten, die es Menschen mit Behinderung ermöglicht, schriftliche Informationen ohne zusätzliche Erschwernisse wahrzunehmen, zu erfassen und zu verstehen.

Ein Typometer diente u.a. zum Messen von Schriftgraden und Zeilenabständen – hier im Beispiel ein transparentes Typometer für den Fotosatz der Gloor Satz GmbH aus den 1990er Jahren. Das Messen mit einem Typometer ist systemimmanent. Das bedeutet, es funktioniert nur innerhalb eines bestimmten geschlossenen Schriftsatz- und Schriftvervielfältigungssystems; ansonsten ist der gemessene Schriftgrad nur relativ und somit nicht verwendbar. Heute ist die Divergenz bei Typometern, Fonts, Software, Peripheriegeräten (RIPs) etc. so groß, dass Typometer mehr oder weniger nutzlos geworden sind.

Maßsysteme und Masseinheiten

In der Typografie und im Kommunikationsdesign dienen unterschiedliche Maßsysteme und Maßeinheiten der Bemessung, Gliederung und Ordnung von Layouts.

Aus Sicht der lateinisch geprägten europäischen Typografie bilden jeweils »Antiqua-Schriften« (mit und ohne Serifen), »Gebrochene Schriften« und »Nichtrömische Schriften« (nichtlateinische Schriften) eine eigene Schriftgattung.

Schriftklassifikation

Schriftklassifikation dient dem Ordnen, dem Katalogisieren und der Pflege von Schriften in Schriftenbibliotheken sowie dem Studium von Schriften.

Wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Corporate-Identity-Strategie ist das Corporate Design (CD). Dies gilt selbstverständlich auch für Organisationen; in diesem Fall handelt es sich um ein visuelles Erscheinungsbild mit Print-Applikationen für ein wissenschaftliches Institut. Grafikdesign: Wolfgang Beinert, Berlin.

Corporate Design

Corporate Design ist die einheitliche visuelle Darstellung einer Unternehmung in den Segmenten Kommunikationsdesign, Produktdesign, Industriedesign, Architektur und Werbung; visuelles Erscheinungsbild eines Unternehmens oder einer Institution; Abkürzung »CD«.

Matrize einer Handprägezange aus Messing. Blindprägungen mit Prägezangen sind u.a. aufgrund des geringen Anpressdrucks und des fehlenden Parallaxenausgleichs nicht annähernd so prägnant und hochwertig wie Prägungen durch professionelle Prägemaschinen und Prägegeräte. Die Platzierung einer Prägung auf einem Briefbogen, z.B. im DIN-A4-Format, ist aufgrund der kompakten Bauweise sehr eingeschränkt und meist nur am Papierrand möglich. Grafikdesign: Atelier Beinert, Berlin.

Blindprägung

Eine Blindprägung ist die partielle Verformung eines Papiers durch Blindpressung oder Blinddruck; Farblosprägung.

Der US-amerikanische Typograf Morris Fuller Benton (1872–1948), vermutlich um 1915 in Plainfield, New Jersey. Fotograf:in unbekannt.

Benton, Morris Fuller

Biografie über Morris Fuller Benton, USA, 1872–1948. Typograf, Ingenieur, Erfinder, Schriftgestalter und Direktor der ATF-Company.

Ein Vordruck für ein Typoskript des Ateliers Beinert um 1991. Das Formular im Format DIN A4 wurde mit der Schreibmaschine oder mit einem Matrixdrucker beschrieben und mit Satzangaben, Korrekturzeichen und erklärenden Legenden händisch »ausgezeichnet«. Die Nummerierung der Zeilen und der Anschläge diente der Berechnung des Satzumfangs. Nach dem gewissenhaften »Auszeichnen« sämtlicher Seiten wurde das Typoskript an die Schriftsetzerei weitergegeben und dort besprochen. Je exakter ein Typoskript vorbereitet war, desto effektiver und kostengünstiger konnte ein Schriftsetzer:in arbeiten.

Auszeichnen

Der Begriff »Auszeichnen« ist in der Typografie mehrdeutig: 1. Satzangaben für ein Manuskript bzw. Typoskript. 2. Auszeichnung der Grundschrift mit einem anderen Schriftart, Schriftstilvariante oder Schriftfarbe.

Der Typograf Max Caflisch (1916–2004) im Kreise von Kollegen auf der »Typomundus 1964«, einer internationalen Ausstellungsreihe des International Center for the Typographic Arts (ICTA). Von links nach rechts: Roger Excoffon (1910–1939), Max Caflisch, Anton Stankowski (1906–1998), Carl Dair (1912–1967), Hans Neuburg (1904–1983) und Olle Eksell (1918–2007).

Caflisch, Max

Biografie über Max Caflisch, Schweiz 1916–2004. Typograf, Buchgestalter und Lehrer.

Leise und laute familiäre sowie extrafamiliäre Schriftauszeichnungen. Beispiele gesetzt in der Compatil Text und Compatil Fakt von Linotype Design Studio, entworfen von Olaf Leu (*1936).

Schriftauszeichnung

Auszeichnung der Grundschrift im glatten Satz mit einer anderen Schriftart, Schriftstilvariante oder Schriftfarbe. Abk. »Auszeichnung«.

Bis ungefähr in die 1980er-Jahre wurde im Druckgewerbe zwischen Druckereien und Abteilungen für Buch-, Zeitungs-, Kunst- und Akzidenzdruck unterschieden. Akzidenzdruckereien waren primär auf die Produktion von Geschäfts- oder Privatdrucksachen spezialisiert. Abbildung: Beilage der Buch- und Akzidenzdruckerei Gustaf Knoth in Leipzig zum »Archiv für Buchgewerbe« aus dem Jahr 1912. Gesetzt in der Faecker-Fraktur, mit dem Druckerzeichen der Offizin und dem Credo »Gott grüsst die Kunst«.

Akzidenzdruckerei

Abteilung einer Buch- oder Zeitungsdruckerei, die sich auf die Herstellung von Geschäfts- oder Privatdrucksachen spezialisiert hat.

»Offizin« ist die althergebrachte Bezeichnung für eine Buchdruckerei. Auch als »Officina Typographeum«, »Druckoffizin«, »Drucker-Offizin« oder »Buchdruckerey« bezeichnet. Der reproduzierte Holzstich illustriert eine Offizin des 17. Jahrhunderts. Quelle: Archiv für Buchgewerbe, um 1912, Verlag des Deutschen Buchgewerbevereins, Leipzig.

Offizin

Traditionelle Bezeichnung für eine Buchdruckerei. Auch als »Officina Typographeum«, »Druckoffizin«, »Drucker-Offizin« oder »Buchdruckerey« bezeichnet.

Initialen der 42-zeiligen Gutenberg-Bibel, gedruckt in Mainz um 1455. Quelle: Faksimile der New York Public Library, 2009.

Typografie

Definition, Etymologie und Geschichte der Typografie von 1450/1457 bis heute. Allograph »Typographie«; neusprachliche Abkürzung »Typo«.



Grundlagen der Typografie

Ein Typometer diente u.a. zum Messen von Schriftgraden und Zeilenabständen – hier im Beispiel ein transparentes Typometer für den Fotosatz der Gloor Satz GmbH aus den 1990er Jahren. Das Messen mit einem Typometer ist systemimmanent. Das bedeutet, es funktioniert nur innerhalb eines bestimmten geschlossenen Schriftsatz- und Schriftvervielfältigungssystems; ansonsten ist der gemessene Schriftgrad nur relativ und somit nicht verwendbar. Heute ist die Divergenz bei Typometern, Fonts, Software, Peripheriegeräten (RIPs) etc. so groß, dass Typometer mehr oder weniger nutzlos geworden sind.

Maßsysteme und Masseinheiten

In der Typografie und im Kommunikationsdesign dienen unterschiedliche Maßsysteme und Maßeinheiten der Bemessung, Gliederung und Ordnung von Layouts.

Aus Sicht der lateinisch geprägten europäischen Typografie bilden jeweils »Antiqua-Schriften« (mit und ohne Serifen), »Gebrochene Schriften« und »Nichtrömische Schriften« (nichtlateinische Schriften) eine eigene Schriftgattung.

Schriftklassifikation

Schriftklassifikation dient dem Ordnen, dem Katalogisieren und der Pflege von Schriften in Schriftenbibliotheken sowie dem Studium von Schriften.

Wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Corporate-Identity-Strategie ist das Corporate Design (CD). Dies gilt selbstverständlich auch für Organisationen; in diesem Fall handelt es sich um ein visuelles Erscheinungsbild mit Print-Applikationen für ein wissenschaftliches Institut. Grafikdesign: Wolfgang Beinert, Berlin.

Corporate Design

Corporate Design ist die einheitliche visuelle Darstellung einer Unternehmung in den Segmenten Kommunikationsdesign, Produktdesign, Industriedesign, Architektur und Werbung; visuelles Erscheinungsbild eines Unternehmens oder einer Institution; Abkürzung »CD«.



Meistgelesene Beiträge

Die indo-arabische Zahl 2015 in Form römischer Zählzeichen. MMXV (2015) setzt sich wie folgt zusammen: M (1000) + M (1000) + X (10) + V (5). Beispiel gesetzt in der Zierschrift »Sofia Rough Black Three« von Olivier Gourvat aus dem Jahre 2015. Quelle: www.typolexikon.de

Römische Zahlen

Definition, Historie, Regeln und Umrechnung. Mit Römischen Zahlen können alle Zahlen mit den Majuskeln I, V, X, L, C, D und M dargestellt werden.

Offizielle Gestaltungsvorlage des €-Zeichens der Europäischen Union. Download online verfügbar unter https://european-union.europa.eu/institutions-law-budget/euro/design_de (30.6.2023).

Eurozeichen

Das €-Zeichen (Eurozeichen) ist das Währungssymbol für den Euro. Es ist an das gr. Epsilon angelehnt, das auf die Wiege Europas verweist.

Die »Fette Fraktur LT Std Regular« von Adobe® ist ein Remake nach einem Schriftschnitt aus den Jahren 1867–1875 der Actiengesellschaft für Schriftgießerei und Maschinenbau, Offenbach am Main.

Fraktur

Ursprung und Geschichte der Fraktur. Hauptschriftgruppe, die im Sinne der Schriftklassifikation zu der Schriftgattung der »Gebrochenen Schriften« zählt. Auch als »Deutsche Schrift« bezeichnet. Die Fraktur war über 400 Jahre die Buch- und Verkehrsschrift und bis 1941 die offizielle Amtsschrift der Deutschen.



Wenigstgelesene Beiträge

Die primären Klassifikationsmerkmale einer Französischen Renaissance-Antiqua sind die schrägen Dachansätze der Minuskeln, die grundsätzlich über die H-Linie zur k-Linie gehen, runde Serifenübergänge, leicht gekehlte Serifenunterkanten, eine waagrechte Achse der Minuskel »e« und eine optische Achse, die bei den Rundformen leicht nach links geneigt ist. Beispiel gesetzt aus der »Simoncini Garamond« (1961) von Francesco Simoncini (1912–1975) nach einem Schriftschnitt von Jean Jannon (1580–1658).

Französische Renaissance-Antiqua

Nebenschriftgruppe der Renaissance-Antiqua, die zu den Antiqua-Schriften zählt. Serifenschrift, die sich aus den Litterae Venetae bzw. humanistischen Buchschriften der Renaissance entwickelt hat; Geralde; Garamondschriften; Französische Mediaeval (Mediäval).

Im Englischen werden Hochstellungen auch bei Ordinalzahlen (Ordnungszahlen) verwendet, wie hier im Beispiel »2nd Street«. Hochstellungen werden im englischen Sprachraum insbesondere gerne bei Straßennamen verwendet.

Hochstellen

Das Hochstellen von Buchstaben, Ziffern und Schriftzeichen erfolgt in kleineren Schriftgraden oberhalb der Schriftlinie der Grundschrift.

In Sortierkästen abgelegtes Blindsatzmaterial, Offizin Haag Drugulin, Dresden, 2013. Foto: Commons Wikimedia, gemeinfrei.

Männchensatz

Männchensatz ist eine Bezeichnung aus dem materiellen Schriftsatz für einen repetitiven Nachsatz bzw. Neusatz eines bereits publizierten Werkes.



Zitate zur Typografie und Schrift

Franz Emanuel August Geibel, Schriftsteller und Lyriker, Deutschland, 1815–1884.

Geibel, Franz Emanuel August

Franz Emanuel August Geibel, Schriftsteller und Lyriker, Deutschland, 1815–1884.

Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt, Naturforscher und Universalgelehrter, Deutschland, 1769–1859.

Von Humboldt, Alexander

Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt, Naturforscher und Universalgelehrter, Deutschland, 1769–1859.

Peter Behrens, Architekt, Maler, Designer und Typograf, Deutschland, 1868–1940. Foto um 1913, gemeinfrei.

Behrens, Peter

Peter Behrens, Architekt, Maler, Designer und Typograf, Deutschland, 1868–1940.